Freitag, 3. Februar 2017

Man glaubt es kaum: Die Deutschen werden immer dicker und fetter - Männlein wie Weiblein!

Noch nie waren die Deutschen angeblich so dick: Die Zahl der Übergewichtigen nimmt in Deutschland weiter zu. 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen sind zu dick. Das besagt der 13. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sind alle nur noch dick und doof?

Immer mehr doofe Deutsche werden zu dick!


In der Altersklasse der Berufstätigen ist das Dicksein heutzutage so weit verbreitet, dass es keine Ausnahme mehr darstellt. Männer sind besonders häufig zu dick: Am Ende ihres Berufslebens sind 74,2 Prozent übergewichtig. Bei den Frauen im gleichen Alter sind es 56,3 Prozent.„Die Gründe für die Entstehung von Übergewicht sind bekannt“, sagt Prof. Helmut Heseker, ehemaliger Präsident der DGE, der das Thema für den Ernährungsbericht bearbeitete. „Viele Menschen in Deutschland essen zu viele energiereiche Lebensmittel und bewegen sich zu wenig. Preiswerte und schmackhafte Lebensmittel und Getränke mit hohem Energiegehalt sind nahezu überall verfügbar – egal ob zu Hause oder unterwegs. Diese Faktoren machen es schwer, normalgewichtig zu bleiben.“

Dass die Deutschen zu dick sind, ist ein gesellschaftliches Problem, meint die DGE. Künftig seien enorme Anstrengungen erforderlich, um die Adipositas-Epidemie zu stoppen beziehungsweise umzukehren.
Ein positiver Trend zeichnet sich bei Kindern, die eingeschult werden, ab: In dieser Altersgruppe stagnierte in den letzten Jahren das Auftreten von Übergewicht beziehungsweise war sogar leicht rückläufig.

Immer rein damit!

Deutsche essen mehr Beeren und trinken mehr Wasser

Beim Ernährungsverhalten gab es laut Report einige deutliche Veränderungen: So nimmt der Verbrauch von Gemüse, Beeren- und Schalenobst und Mineralwasser in Deutschland zu. „Beim Gemüse sind vor allem Tomaten, Möhren und Zwiebeln sowie Blatt- und Stängelgemüse beliebt“, sagt Dr. Kurt Gedrich von der TU München auf einem Journalistenseminar der DGE.

Diese positiven Entwicklungen dürften zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung mit einigen Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen und Ballaststoffen geführt haben.

Deutsche aßen weniger Äpfel und mehr Schokolade

Der Verbrauch von Frischobst und Zitrusfrüchten - besonders betroffen sind Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Tafeltrauben und Apfelsinen - befindet sich laut Gedrich dagegen in einem Abwärtstrend. „Wir müssen unsere Anstrengungen weiter hochhalten, den Verzehr von Lebensmitteln mit einer vergleichsweise niedrigen Energiedichte voranzutreiben. Dazu gehören vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse.“

Der Verbrauch von Hartweizen, Teigwaren und Reis ist deutlich gestiegen. Zurück ging der Verbrauch von Zuckerwaren. Kritisch aufgrund des hohen Zucker- und Fettgehaltes bewertete die DGE den steigenden Verbrauch von Schokoladenwaren. Seit 2000 stieg der Schokoladenverbrauch um 25 Prozent.

Fisch-Konsum geht seit 2010 stark zurück

Der Fleischverbrauch in Deutschland ist mit circa 60 kg pro Kopf und Jahr seit einiger Zeit weitgehend stabil - und damit nach Ansicht der DGE immer noch zu hoch. Einen regelrechten Einbruch gab es seit 2010 beim Verbrauch von Fisch. Das ist negativ zu bewerten, da See-Fisch reich an langkettigen, mehrfach ungesättigten n-3 Fettsäuren und Jod ist. Langkettige n-3 Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle in der primären Prävention der koronaren Herzkrankheit.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Es ist mir ja eigentlich so was von wurscht: Aber wisst Ihr wo es angeblich die beste Currywurst der Republik gibt?

Sie ist eines der beliebtesten Essen in deutschen Kantinen und nicht nur da, sie ist mittlerweile auch hip, trendy, bio, manchmal sogar vegan. Doch viele denken, ihre Heimat sei Berlin oder das Ruhrgebiet. Stimmt nicht. 

Wer hat sie eigentlich noch nicht gegessen?


Vielleicht liegt es an Herbert Grönemeyer. Grönemeyer, gebürtig übrigens aus Göttingen, sang 1982 über Bochum: "Kommse vonne Schicht, wat schönret gibt et nich als wie Currywurst" und füllte damit die Hallen. Das Klischee des Bergarbeiters, der nach der Maloche schnell in der Imbissbude einkehrt, hält sich bis heute, obwohl die Zechen und die Stahlwerke längst dichtgemacht haben.

Oder Köln, da gab es lange die Wurstszene am Ende des Tatorts. Die beiden Kommissare Freddy Schenk und Max Ballauf an der Bude, der Dom im Hintergrund, Currypommesrotweiß und lecker Kölsch im Vordergrund. Inzwischen haben die Produzenten die Wurstszene öfter mal weggelassen, vielleicht war sie ihnen zu ausgelutscht.

Berühmt ist auch die Currywurst, die in Wolfsburg in der Volkswagen-Kantine serviert wird. Sie ist bis weit über die Grenzen des Autowerkes geschätzt und wird nach eigenen Angaben in elf Länder exportiert. Im vergangenen Jahr kam sogar die Meldung, dass VW mehr Würste als Autos verkauft hat.

 

Das Patent mit der Nummer 721319

Neben dem Ruhrgebiet, Wolfsburg und Köln sehen sich noch stärker Berlin und Hamburg als Hauptstädte der Currywurst. Wo und wann genau sie erfunden und das erste Mal verkauft wurde, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei klären. Sicher ist, dass die Berlinerin Hertha Heuwer die Soße für ihre Wurst unter der Nummer 721319 im Jahre 1959 zum Patent anmeldete. Man weiß, dass Paprika, Paprikapulver, Tomatenmark und Gewürze zu den Zutaten gehören, das Rezept jedoch nahm Heuwer 1999 mit ins Grab.

Schließlich gibt es auf der imaginären Currywurst-Deutschlandkarte noch Neuwied in der Nähe von Koblenz. Dort findet an diesem Wochenende das vermutlich weltweit einzige Currywurst-Festival statt, bei dem Besucher an mehr als 20 Ständen verschiedene Currywurst-Variationen probieren können.

Hier schmeckt die Currywurst angeblich am besten

Wichtig ist aber nicht, wo die Currywurst erfunden wurde oder wo sie am stärksten in der Kultur verankert ist. Wichtig ist allein, wo sie am besten schmeckt. Zum Glück gibt es darauf eine eindeutige Antwort: im Saarland, einem kleinen sympathischen Bundesland im äußersten Südwesten Deutschlands, das ansonsten vor allem für Größenvergleiche benutzt wird, wenn mal wieder irgendwo ein riesiger Waldbrand tobt.

Wer einmal dort war und gekostet hat, wird nie wieder von der Berliner, Hamburger oder Ruhrgebiets-Currywurst schwärmen. In vielen Dörfern und auf garantiert jedem Volksfest gibt es dort eine "Roschtwurschtbud", in der formidable Fleischwaren angeboten werden. Auf dem Marktplatz von Saarlouis, gerade mal 35 000 Einwohner, standen einst sogar sechs Wurstbuden, die um Kunden konkurrierten. Inzwischen sind es noch vier.

Kokosraspeln auf der Currywurst

Doch was ist das Geheimnis der saarländischen Currywurst? Anruf bei Joseph Klein, der im Zentrum von Saarbrücken gemeinsam mit zwei Mitinhabern den Imbiss "Kalinski" betreibt. "Das wichtigste ist eine gute Kombination von Wurst und Soße. Bei schlechten Currywürsten schmecke ich oft nur die Wurst oder nur die Soße und meistens ist eines von beiden völlig überwürzt", sagt Klein.

Die traditionelle saarländische Currywurst-Soße basiert auf einer Fleischbrühe, hinzu kommen Zwiebeln, Paprika, Curry und häufig ein Klecks Ketchup. "Wir haben den Ketchup weggelassen und mischen unser Curry aus drei verschiedenen Sorten zusammen. Wichtig ist auch, dass unsere Soße stundenlang gekocht wird", sagt Klein. Neben der traditionellen Variante gibt es bei Kalinski sogar Kokosraspeln als Extra.

"Wir hatten schon Berliner hier, die anschließend meinten, eure Wurst ist sehr, sehr gut", versichert Klein. Bevor er und seine zwei Mitinhaber das Lokal vor knapp drei Jahren eröffneten, testeten sie 120 verschiedene Würste. Die Bedingung: aus artgerechter Haltung und aus der Region sollte das Produkt kommen. Einen Trend, der sich in vielen anderen Städten durchgesetzt hat, wollten Klein und sein Team allerdings nicht mitmachen: "Wir halten nichts von einem Schärfe-Wettbewerb bei Currywürsten. Das Ganze soll schließlich nach etwas schmecken", sagt Klein.

In Zeiten zurückgehenden Fleischkonsums setzt das Kalinski auf ein Konzept, das sowohl das traditionelle Imbissbudenpublikum anspricht als auch jungen Fast-Food-Essern gefällt. Deshalb gibt es neben allerlei Wurst-Varianten, Pommes und Bier auch 50 Gin-Sorten. Und sogar jemanden im Team, der kein Fleisch isst: Einer der drei Teilhaber ist seit mehr als 20 Jahren Veganer.
Quelle Sueddeutsche Zeitung

Na dann weiterhin guten Appetit mit dieser Wurst! Übrigens wird die VW-Curry-Wurst sogar bei Aldi verkauft! Mann gönnt sich ja sonst nichts ...