Montag, 23. Januar 2017

So ein schöner Popo kann entzücken: Er ist angeblich das Sexsymbol schlechthin und lockt schon ewig Männlein wie Weiblein?

Also ab durch's Hintertürchen? Der Allrounder hat mal Fakten über eines der letzten großen Tabus für Sie gesammelt! Fünfzig Prozent der Deutschen tun es regelmässig. Doch kaum einer spricht offen über Analsex. Dann lesst mal Ihr Knackärsche:

Bild pixabay

In der homosexuellen Szene gilt Analsex als gängige Praxis. Doch halt! Die Wirklichkeit sieht anders aus. Laut Umfragen hat die Hälfte aller Deutschen regelmäßig Sex durch das "Hintertürchen". Doch nur zwei Drittel aller Schwulen praktizieren ihn tatsächlich regelmäßig. Merkwürdig, merkwürdig dass diese beliebte Praxis also immer noch als Tabu gilt. Kaum einer spricht offen darüber, dass er beim Sex gerne auch mal das "andere" Loch benutzt.
Das könnte daran liegen, dass Analsex immer noch als "schmutzig" gilt. Schließlich ist der After in erster Linie für die Ausscheidung verdauter Nahrung zuständig - deren oft unangenehmer Geruch nicht zu unterschätzen ist. Wer gibt da schon gerne zu, dass sich genau dort ungeahnte Lustquellen entdecken lassen?

Das letzte Tabu?

Im Porno, ja, da ist Analsex gängige Praxis - die Nachfrage nach entsprechenden Filmchen ist sogar besonders groß. Aber im heimischen Schlafzimmer unter der Blümchenbettwäsche mit dem eigenen Gatten? Frau genießt – und schweigt lieber. Niemand möchte schließlich für "pervers" gehalten werden. (Anal-)Sex macht man, aber man spricht nicht drüber. Vor allem dann nicht, wenn es in den Bereich des "Schmuddeligen" geht. Das behält man doch lieber für sich.
Und hätten Sie das gedacht? In anderen Ländern wie Saudi-Arabien beispielsweise ist der Analverkehr zwischen Mann und Frau verboten und kann mit Geldstrafen, Gefängnis oder Peitschenhieben geahndet werden. Auf Analverkehr zwischen Männern steht sogar die Todesstrafe! Da sollte man dann doch lieber schweigen.

Was ist dran am Sex von hinten?

Und so kommt es, dass sich um den Analsex zahlreiche Mythen ranken  - von denen längst nicht alle der Wahrheit entsprechen. Der Punkt mit der Hygiene zum Beispiel: Analsex ist weitaus weniger unappetitlich und geruchsintensiv, als Sie vermutlich denken. Und die Schmerzen? Kein Thema, wenn Sie ein paar einfache Vorbereitungen treffen.
Wer einmal Analsex hatte, wird vermutlich schnell feststellen, wie viel Spaß er machen kann. Männer lieben ihn, weil der weibliche Schließmuskel enger ist als die Vagina und die Reibung deshalb intensiver. Der Anus ist – Überraschung! – aufgrund zahlreicher Nervenenden eine hoch erogene Zone. Deshalb empfinden auch Frauen eine Stimulation (ob mit dem Finger oder dem Penis) als lustvoll und können sogar zum Orgasmus kommen.

Warum macht man eigentlich Analverkehr?

Im Bereich des Anus´ befinden sich zahlreiche Nervenenden, die höchste Lust versprechen. Werden Sie stimuliert, können Frauen sogar zum Orgasmus kommen. Männer lieben den Hintertürchen-Sex unter anderem, weil der Eingang enger als die Vagina ist und deshalb mehr Reibung entsteht. Im Inneren des männlichen Anus befindet sich übrigens die Prostata – eine höchst empfindliche Lustquelle!

Ist Po-Sex unhygienisch?

Einfache Antwort: Nein. Der Darm ist nämlich ultralang. Wer Analsex hat, kommt nur mit dem untersten Teil davon in Berührung. Wem das dennoch unangenehm ist, sollte sein "Geschäft" vor  dem Verkehr erledigen. Manche Menschen bevorzugen vorher auch einen Einlauf, der den Darm von Kotresten befreit. Wichtig ist allerdings, dass der Mann den Penis erst säubert, bevor er in die Vagina eindringt. Sonst drohen Infektionen mit Darmbakterien.

Tut Analsex weh?

Die Behauptung, dass Poposex gar keine Schmerzen verursachen kann, wäre glatt gelogen. Die Ursache hierfür liegt aber nicht darin, dass der Schließmuskel an sich zu eng ist, sondern, dass er unter Umständen nicht entspannt genug ist. Außerdem sondert der Anus im Gegensatz zur Vagina bei Erregung keine Sekrete ab, was das Eindringen erschweren kann. Die Lösung: Gleitgel! Es erleichtert die Sache ungemein.  

Der Mythos vom ausgeleierten Schließmuskel?

Dass der Anus durch regelmäßigen Analverkehr ausleiern könnte, gehört zu den vielen Märchen, die um das Thema kursieren. Der Anus ist ein äußerst kräftiger und dehnbarer Muskel; die Sorge, dass er irgendwann schlaffer wird, ist unbegründet. Ein bisschen Training kann aber nicht schaden: Mit einfachen Beckenbodenübungen (im Wechsel Anspannen und  Entspannen) kräftigen Sie den gesamten Bereich.

Die Sache mit dem Vorspiel?

Genau so, wie es bei vaginalem Verkehr für viele Frauen unverzichtbar ist, kann es auch beim Analverkehr nicht schaden. Je mehr Sie den Schließmuskel durch Küssen, Streicheln, Massieren stimulieren, desto schneller entspannt er sich und umso weniger Schmerzen verursacht das Einführen des Penis´. Kleiner Tipp: Es gibt bestimmte Sextoys zu kaufen, die vor dem Verkehr die Analmuskeln entspannen helfen. Probieren Sie es aus! 

Grenzen festlegen!

Oberstes Gebot beim Analsex: Nicht die Grenzen überschreiten. Wenn Sie zwar erst neugierig waren, während des Verkehrs aber feststellen, dass das so gar nichts für Sie ist, heißt es "Stopp!". Sprechen Sie vorher mit Ihrem Partner darüber, dass Sie allein bestimmen, wie weit Sie gehen. Manchmal braucht es auch erst ein bisschen Übung, bis man sich beim Analverkehr ganz fallen lassen kann. Wäre doch schade, wenn Sie sich den zukünftigen Spaß durch ein erstes negatives Erlebnis verderben würden. 

Kondome sind Pflicht!

Auch, wenn Sie Ihrem Partner vertrauen, sollten Sie auf Kondome nicht verzichten. Außer gegen HIV schützen sie nämlich auch vor anderen, unangenehmen Geschlechtskrankheiten. Die Darmwände sind längst nicht so robust wie die Scheidenwände und kleine Verletzungen daher umso wahrscheinlicher. Keime können so schneller in die Blutbahn gelangen. Auch beim Mann können Bakterien schnell zu einer Blasenentzündung führen. Also bitte immer mit Gummi.

Wichtig: Sich nicht unter Druck setzen lassen!

Freude und Lust kann Analsex nämlich nur machen, wenn er absolut freiwillig geschieht. Schon bei der kleinsten Unsicherheit kann sich der Schließmuskel so verkrampfen, dass das Einführen des Penis´ höllische Schmerzen verursacht. Analsex kann süchtig machen, muss aber nicht. Nur, weil Ihr Partner es will, sollten Sie es auf keinen Fall tun. Das schlechte Gefühl nach ungewollten Sexpraktiken braucht kein Mensch.

Was trotzdem unangenehm werden könnte?

Neben allen positiven Aspekten gibt es natürlich auch ein paar negative. Die können, müssen aber nicht eintreten. Zum Beispiel können kleine Risse in der Darmwand Schmerzen verursachen, wenn man danach zur Toilette geht. Außerdem ist bei aller Hygiene nicht auszuschließen, dass doch mal Kotreste am Kondom hängen bleiben. Und es kann sein, dass Frauen nach dem Analverkehr dringend zur Toilette müssen! Aber das war´s eigentlich auch schon.

Eine Schande für Deutschland: Die Zahl von deutschen Obdachlosen steigt und steigt!

Die neue soziale Kälte: Die Zahl der Obdachlosen wächst rasant. Trotz Schnee und Eis  leben 40.000 Menschen in Deutschland auf der Straße. Und ca. 400.000 Menschen ohne eigene Wohnung! Die Städte reagieren mit Notprogrammen. Und für Flüchtlinge werden neue Häuser gebaut! 

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Wer an Bernd und seinen Nachbarn vorbeigeht oder vorbeiradelt, der hat es in diesen Tagen eilig. Ziemlich eilig sogar, denn sobald es dunkel wird, zeigt das Thermometer in München zweistellige Minusgrade an, auf dem Weg entlang der Isar liegt eine dicke Schneedecke. Eigentlich viel zu kalt, um lange im Freien zu bleiben. Aber Bernd hält es hier aus, Tag und Nacht. Der Platz unter den Bögen der Wittelsbacherbrücke ist sein Zuhause. Es besteht aus nicht viel mehr als einem Matratzenlager, das er sich mit anderen Obdachlosen teilt. Wirklichen Schutz gegen die Kälte bieten auch ihre Decken und Schlafsäcke nicht.

Wie viele Menschen es insgesamt gibt, die in München versuchen, den Winter irgendwie im Freien zu überstehen, weiß niemand. Die Stadtverwaltung kann es nur schätzen, sie geht von 550 bis 600 Obdachlosen aus. "Wir befürchten aber, dass die tatsächliche Zahl viel höher liegt", sagen mehrere Vereine, freiwillige Helfer und soziale Einrichtungen, die sich um Obdachlose kümmern.

Wer nachts durch München streift, glaubt das sofort. Dort liegen neuerdings in vielen Ecken Menschen in aufgeplusterten Schlafsäcken. Manchmal sogar in Geschäftseingängen abgelegener Einkaufsstraßen. Früher hat man höchstens mal auf den Lüftungsschlitzen vorm Bahnhofskaufhaus einen von ihnen übernachten sehen. Die Innenstadt mit der Fußgängerzone und den Haupteinkaufsstraßen ist für Obdachlose tabu, niemand soll das Elend sehen. Aber schon ein paar Straßen weiter schlafen sie in der Kälte.

Die Stadt hat schon seit Jahren nicht mehr genau nachgezählt, wie hoch die Zahl der Obdachlosen ist, so wie viele andere deutsche Großstädte auch nicht. München will immerhin im laufenden Jahr eine Erhebung durchführen. Dringend nötig wäre so eine Statistik, denn die jüngsten Zahlen des Sozialreferats lassen Schlimmes befürchten: Rund 6.000 Wohnungslose gibt es demnach aktuell in der bayerischen Hauptstadt, also Menschen ohne festen Wohnsitz. Vor vier Jahren waren es erst 3800. Einige von ihnen haben zwar ein Dach über dem Kopf: Viele kommen zeitweise bei Verwandten oder Freunden unter, leben in Gartenlauben oder Heimen oder sind in städtischen Wohnungen untergebracht. Immerhin jeder Zehnte von ihnen lebt aber wohl tatsächlich auf der Straße.  

Auch viele andere Städte mit dem gleichen Problem

Auch in den anderen Großstädten sind die Obdachlosenzahlen sprunghaft gestiegen, vor allem in Berlin. Eine Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe schätzte die Zahl der Wohnsitzlosen hierzulande für 2015 auf 335.000. Für 2016 prognostizierte sie bereits rund 400.000 Wohnungslose bundesweit. Das wären gut 60 Prozent mehr als noch 2010.

Von diesen Wohnsitzlosen sind nach Schätzungen des Verbandes etwa 40.000 Menschen obdachlos, leben also auf der Straße. 2010 waren es 22.000 Menschen, also etwa die Hälfte. Rund 2.000 Obdachlose gibt es derzeit vermutlich in Hamburg, etwa 4.000 in Berlin. Und die Zahlen steigen weiter, sagt die Wohnungslosenhilfe: Bis 2018 erwartet sie bereits über eine halbe Million Menschen ohne Wohnung. Das würde rund 50.000 Obdachlose bedeuten.

Fragt man bei den Einrichtungen, die sich um die Betroffenen kümmern, nach den Gründen für den rasanten Anstieg, bekommt man zumeist die gleiche Antwort: "Es ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, weswegen heute doppelt so viele Menschen in Notunterkünften leben wie noch vor fünf Jahren", sagt Christof Lochner vom evangelischen Hilfswerk München. "Es gibt viel zu wenige günstige Wohnungen und schon jetzt kommt der Neubau nicht wirklich hinterher. Das Problem wird sich daher weiter verschärfen." Das Sozialreferat bestätigt das: "Die Wohnungskapazität wächst langsamer, als die Wohnungslosigkeit zunimmt." Und das gilt nicht nur für die bayerische Landeshauptstadt, die allerdings als härtester Wohnungsmarkt hierzulande gilt.

Oft kommen noch andere Probleme hinzu:  Arbeitslosigkeit, Finanzprobleme, Trennungen, häusliche Gewalt, Krankheit, Mieterhöhungen, Gentrifizierung, psychische Probleme oder der Tod naher Angehöriger: Das sind nach Angaben des Wohnungslosenverbandes die häufigsten Risikofaktoren, die Menschen in die Obdachlosigkeit treiben. Etwa jeder Zehnte findet nicht mehr die Kraft, dann auch noch seine Wohnungsprobleme zu bewältigen. 

2014 verloren 86.000 Bundesbürger laut Statistik ihre Wohnung und damit ihren Wohnsitz. Viele, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen konnten. Oder weil sie sich von ihren Partnern trennten, die Miete allein aber nicht mehr tragen konnten.